Camera crew on a beach location von Stephane YAICH / UnsplashUnsplash License
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Location Recce Checkliste: 50 Punkte für Technik, Ton, Licht, Zufahrt und Nachbarn
Eine gute Location Recce prüft nicht nur den Look. Diese 50-Punkte-Checkliste hilft Produktion, Kamera, Ton und Location Management, Technik, Licht, Zufahrt, Strom, Schutz, Nachbarn und Rückbau vor dem Dreh sauber zu klären.
Eine Location Recce entscheidet, ob ein Motiv nur gut aussieht oder wirklich drehbar ist. Der Look ist der Anfang. Entscheidend sind Technik, Ton, Licht, Zufahrt, Nachbarn, Strom, Schutz, Wetter, Rückbau und die Frage, wer am Drehtag wofür verantwortlich ist.
Diese Checkliste ist für Produzenten, Regieassistenz, Kamera, Ton, Location Management und Produktionsleitung gedacht. Nutze sie vor der verbindlichen Zusage, nicht erst beim Aufbau.
Kurzfassung
Eine Recce muss Bild, Ton, Technik, Sicherheit, Genehmigung, Nachbarschaft und Rückbau gleichzeitig prüfen.
Fotografiere nicht nur Motive, sondern auch Wege, Strom, Parken, Toiletten, Sperrflächen und Risiken.
Wenn öffentliche Flächen, Fahrzeuge, Licht oder Nachtdreh betroffen sind, gehören Genehmigungsfragen in die Recce.
Vor der Recce: Was du mitnehmen solltest
Gehe nicht unvorbereitet in die Besichtigung. Nimm Motivbriefing, Szenenliste, Crewgröße, ungefähre Technikliste, Zeitplan, Budgetannahme, Kontaktdaten, Kamera oder Smartphone, Maßband oder Laser, Kompass-App, Ladegerät und eine Liste offener Entscheidungen mit.
Wenn öffentliche Flächen betroffen sind, prüfe den Genehmigungspfad früh. Die BBFC beschreibt für Berlin und Brandenburg, dass Dreharbeiten auf öffentlichen Straßen und Flächen bei Nutzung über Gemeingebrauch hinaus grundsätzlich genehmigungspflichtig sind (BBFC).
50 Punkte für die Location Recce
1. Bestätige Adresse, Eingang, Ansprechpartner und Erreichbarkeit am Recce-Tag.
2. Prüfe, welche Räume, Außenflächen und Nebenbereiche wirklich freigegeben sind.
3. Markiere No-go-Zonen, private Bereiche, Betriebsflächen und sensible Räume.
4. Miss Drehflächen, Raumhöhe, Türbreiten, Flure, Treppen und Engstellen.
5. Prüfe, ob Kamera, Licht, Ton, Regie, Kunde und Darsteller gleichzeitig Platz haben.
6. Fotografiere jeden Raum aus breiten Winkeln und aus möglichen Kamerapositionen.
7. Dokumentiere Fenster, Himmelsrichtung, Tageslichtverlauf, Schatten und Verdunklungsmöglichkeiten.
8. Prüfe, ob Außenlicht, Lichtstative oder Fahnen sicher gestellt werden können.
9. Notiere vorhandene Leuchtmittel, flackernde Lampen, Spiegelungen und Farbtemperaturen.
22. Kläre, ob Bodenschutz, Wandsschutz, Möbeldecken, Schuhregeln oder Tape-Regeln nötig sind.
23. Frage, welche Möbel bewegt, abgedeckt, entfernt oder auf keinen Fall berührt werden dürfen.
24. Dokumentiere Wertsachen, Kunst, Pflanzen, technische Geräte, Waren und private Gegenstände.
25. Prüfe, wo Maske, Styling, Kostüm, Requisite, Regie und Kundenteam arbeiten können.
26. Plane Catering, Essensbereich, Müll, Kühllagerung und Getränkeversorgung.
27. Prüfe Aufenthaltsbereiche für Darsteller, Komparsen, Fahrer und nicht aktive Crew.
28. Kläre Hausregeln zu Schuhen, Rauchen, Haustieren, Musik, Essen, Alkohol und Türen.
29. Frage nach Nachbarn, Ruhezeiten, Hausverwaltung, Portier, Security und Ansprechpartnern.
30. Prüfe, ob Nachbarn informiert werden müssen und wer das übernimmt.
31. Kläre, ob Klingelschilder, Kennzeichen, Kundendaten, Fotos oder private Dokumente sichtbar sind.
32. Prüfe Marken, Logos, Kunstwerke, Produktverpackungen, Plakate und Rechte Dritter.
33. Frage nach erlaubten Nutzungsrechten für Bild, Film, Social, Werbung und Zeitraum.
34. Prüfe, ob Drohne, Außenaufnahme, Gehweg, Straße, Park, Hof oder Fassade betroffen sind.
35. Kläre, wer Genehmigungen, Bewohnerinformation, Halteverbote und Sondernutzung beantragt.
36. Prüfe Wetterrisiko, Regenplan, Sonnenschutz, Wind, Kälte, Hitze und Außenstrom.
37. Lege fest, wo Equipment bei Regen, Pausen oder Umbauten sicher stehen kann.
38. Notiere Öffnungszeiten, Sperrzeiten, Lieferzeiten, Schulzeiten oder betriebliche Abläufe.
39. Kläre Schlüssel, Zugangscodes, Alarmanlage, Schließzeiten und Verantwortliche.
40. Frage nach Versicherung, Produktionshaftpflicht, Schadensprozess und Ansprechpartner bei Schäden.
41. Vereinbare Vorher-Fotos und Zustandsprotokoll für empfindliche Bereiche.
42. Kläre Reinigung, Müllentsorgung, Overtime, Zusatzpersonal und Rückbauzeit.
43. Prüfe, ob eine technische Recce mit Kamera, Licht und Ton zusätzlich nötig ist.
44. Dokumentiere offene Fragen, Verantwortliche, Deadline und Entscheidungskriterien.
45. Bewerte, ob die Location für kleine, mittlere oder große Crewgrößen geeignet ist.
46. Vergleiche Motivmiete, Nebenkosten, Personal, Reinigung, Security und mögliche Overtime.
47. Prüfe, ob eine Backup-Location oder ein Backup-Plan nötig ist.
48. Erstelle nach der Recce eine Fotodokumentation mit Beschriftung und Risiken.
49. Formuliere eine Empfehlung: buchen, weiter prüfen, nur mit Auflagen oder ablehnen.
50. Übersetze die Recce-Ergebnisse in Anfrage, Vertrag, Dispo und Set-Regeln.
Nach der Recce: Aus Notizen Entscheidungen machen
Eine Recce ist erst erledigt, wenn die Erkenntnisse in eine Entscheidung übersetzt sind. Teile Fotos, Risiken, offene Punkte, Kosten, Auflagen und Empfehlung mit allen relevanten Gewerken. Besonders wichtig sind Ton, Kamera, Produktion, Location Management und Regieassistenz.
Wer Drehorte nach Motiv sucht, braucht mehr als eine Kategorie. Der Brief muss Look, Epoche, Räume, Logistik, Rechte und versteckte Einschränkungen klären.
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